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Published on November 7th, 2013 | by Toni Forsati

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RIDDICK – Neuer, blutiger Red-Band Trailer

Mit Pitch Black erlangte Vin Diesel seinen Durchbruch in Hollywood. Der Low-Budget SciFci-Horror (23 Millionen $ Budget) überraschte Kritiker und beeindruckte Fans des Genres. Eine Prise Alien hier, ein Hauch Event Horizon da und all dies gepaart mit einem teuflisch guten Hauptcharakter. Ein neuer Anti-Held war geboren.

Nach diesem unerwarteten Erfolg musste Hollywood-Typisch natürlich eine Fortsetzung her, die größer, teurer und vor allem massentauglicher ist. Alles, was Pitch Black ausgemachte wurde über Bord geworfen. Der Charme mit wenigen Mitteln das beste herauszuholen, das Katz und Maus Spiel, die bedrückende und aushilfslose Situation – All das machten den Film zu etwas besonderem. Dieser Überlebenskampf wurde grandios von Regisseur David Twohy inszeniert. Doch was geschah in der Fortsetzung The Chronicles of Riddick?

 

The Chronicles of Riddick der Tiefpunkt

Zunächst wurde die Altersbeschränkung des Films von ursprünglich 16 (Pitch Black) auf 12 Jahre gesenkt um eine breitere Masse anzusprechen und die Zielgruppe zu erweitern. Was sich die Produzenten bei dieser Filmpolitik dachten, bleibt mir fraglich. Natürlich wollen sie durch ein geringeres Mindestalter noch mehr Zuschauer erreichen um dadurch viel mehr Geld zu generieren. Doch hier ist auch schon der Haken: Die Filmstudios können sich nicht einfach einen Überraschungs-Hit rauspicken, der eine gute Erwachsenenunterhaltung bietet und daraus mit einem fetten Budget einen Actionfilm für die ganze Familie schustern. Dies hat bei Stirb Langsam 4.0 nicht funktioniert und wird auch in Zukunft bei weiteren Produktionen ähnlicher Art nicht gelingen. Den fünften Teil der Reihe um den miesgelaunten John McLane habe ich beispielsweise auch gleich ausgelassen, denn auch hier ist die typische Hollywood-Krankheitserscheinung zu erkennen: Durch einen gesenkten Altersschnitt ist es nicht möglich die eigentliche Grundstimmung des Films, wie sie im Original dargeboten wurde, zu vermitteln. Wie umgeht man dieses Problem? Man nimmt die Hauptfigur einer Reihe (ob nun Riddick oder Mr. McLane), bastelt mit diesem einen Film, der von der ersten bis zur letzten Sekunde nur so vollgepackt ist mit bombastischer aber kinderfreundlicher Action. Dazu dann noch einige coole und lustige Sprüche und schon haben wir einen neuen Action-Blockbuster, auf dem der Name einer coolen Reihe steht, die aber letztlich mit dieser rein gar nichts mehr zu tun hat. Die Story, falls man überhaupt von einer reden kann, bleibt dabei meistens auf der Strecke. Seien wir mal ehrlich: The Chronicles of Riddick (105 Millionen $ Budget) war ein mit Action überladener Film, der uns eine konfuse Geschichte bot. Die Fans erwarteten ein zweites Pitch Black und bekamen ein SciFi Fast and the Furious – nur mit einem Vin Diesel Namens Riddick und nicht Dominic Toretto. Was hat sich David Twohy nur dabei gedacht?

 

Back to the Roots: RIDDICK

Für Vin Diesel hieß es nach dieser Pleite zunächst: Back to the Roots. Seit Jahren versucht er nun Riddick wieder zu beleben. Die Filmstudios hätten ihm nach der The Chronicles of Riddick Pleite wohl ein kleineres Budget zur Verfügung gestellt, doch die kreativen Handschellen wären ihm und Regisseur David Twohy dabei erneut angelegt worden. Nach dem Motto “S****** auf den Mainstream” haben beide mit 38 Millionen US $ den Film unabhängig realisiert … und zwar im Stile von Pitch Black. Um alle Fans zu beruhigen: Twohy geht dieses mal keine Kompromisse ein und präsentiert uns mit RIDDICK wieder einen R-Rated Film (Mindestalter 18 Jahre).

Riddick wird auf einem unbekannten Planeten, auf dem er zum Tode zurückgelassen wurde, von Söldnern und Köpfgeldjägern gejagt. Kurz vor seiner Exekution kommt die böse Überraschung: Auf diesem Planeten ist es noch ein viel größeres und tödlicheres Unheil beheimatet. Um zu Überleben sind die harten Kämpfer auf die Hilfe ihrer “Beute” Riddick angewiesen, der wiederum seine eigenen Ziele verfolgt.

Riddick, der geistige Bruder Pitch Blacks, wirkt sehr grob, brutal und kompromisslos. Verdammt, ich hätte nach The Chronicles of Riddick nicht geglaubt dies zu sagen, doch ich freue mich gewaltig auf Vin Diesels neuen Film! Möge die Stimmung des Trailers kongruent sein mit der des Filmes.

 

Viel Spaß bei dem Trailer!

http://www.youtube.com/watch?v=knC8CtqcANQ

Riddick-Banner


About the Author

Wer ist nur dieser Toni und was macht er eigentlich hier? Das haben sich mittlerweile bestimmt einige Lehrer, Professoren, Freunde und Kollegen im Laufe der Zeit das eine oder andere Mal gefragt. Ich bin ein leidenschaftlicher Schreiber, Blogger und Podcaster. Ein begeisterter Journalist, Filmkritiker, Poetry-Slammer und der kreative Kopf hinter 30Frames.de , fett oder?



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