Musik

Published on Januar 15th, 2016 | by Toni Forsati

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Plusmacher Interview

Interview: Toni Forsati

Fotos: Adrian Martin & Raphael Schmidt

 

Einen schönen guten Tag Plusmacher! Nach über einem Jahr hat’s endlich mit dem Interview mit dir geklappt! Alle Guten Dinge sind drei.

Plusmacher Ja endlich (lacht), Ich hab mich ja bereits paar Mal mit dir connected. Jetzt bin ich endlich in München und nun haben wir’s hinbekommen dicka.

Ich fuhr letztes Jahr nach Berlin, um sowohl dich als auch Staiger und Morlokk Dilemma zu interviewen. Jedoch war dein damaliges Album FSW – Freie Schwarzmarktwirtschaft gerade draußen und du musstest an jenem Wochenende an der Ostsee dein neues Musikvideo drehen. Morlokk Dilemma erzählte mir während des Interviews hingegen, dass ihr euch kennt und miteinander abgehangen habt. Das erwartet man ja zunächst überhaupt nicht, da ihr ja vom Stil her zwei total unterschiedliche Personen seid. Wie habt ihr euch kennen gelernt? Habt ihr auch gemeinsam Musik gemacht?

Plusmacher: Also Musik haben wir nicht zusammen gemacht, aber wir haben viel abgechillt und abgehangen. Damals hab ich auch angefangen zu rappen und er war natürlich ein ganzes Level weiter als ich. Er hat auch krass produziert! Lyrisch hat er aber einen ganz anderen Film geschoben, was ich aber auch cool fand. Wie wir uns kennengelernt haben? Da war ein Konzert beim Hasselbachplatz in Magdeburg und da hat er gespielt. Ich weiß jetzt auch nicht mehr wie die Jungs hießen, aber auf jeden Fall waren das Kollegen aus der Stadt und die kannten ihn. Er hat ja damals in Magdeburg studiert.

Er ist ja Journalist.

Plusmacher: Genau. Da hat er das studiert. Ich hab ihn dann mal am Hasselbachplatz am Sonntag quasi vor meiner Haustür aufm Nachhauseweg verkatert langlaufen sehen und dachte mir nur…

Wer war verkatert, du oder er?

Plusmacher: Wir beide (lacht). Er war auf der Suche nach was zum Essen. Ich wohnte da noch in der ersten Etage und sah ihn aus dem Fenster und pfiff ihm erst mal zu. Ich hab ihm dann erst mal gesagt, wo die Pizzeria ist, die er gesucht hat. Irgendwie sind wir uns dann noch mal übern Weg gelaufen, als ich meine Ausbildung im Harlem gemacht hab. Das war ein Klamottenladen damals.

Was hast du für eine Ausbildung gemacht?

Plusmacher: Einzelhandelskaufmann und das waren so Streetsachen, Streetware und da haben wir dann auch Alben verkauft von so regionalen Künstlern. Damals hat er CDs vorbeigebracht und so haben wir uns immer wieder gesehen und irgendwann haben wir uns dann mal zum Trinken verabredet, haben dies und das und andere Sachen gemacht und haben cool abgechillt und andere Sachen gemacht und gefeiert. (lacht)

Ich fand es auch sehr cool von ihm, weil er dich auch echt gefeiert hat, als ich ihm erzählte, dass ich eigentlich auch den Plusmacher interviewen wollte. Da meinte er „Ach, Plusmacher? Cool, grüß ihn von mir, wenn du ihn siehst!“.

Plusmacher: Die alte East Side Connection (lacht). Morlokk Dilemma, Bombe! Wir kennen uns ja schon lange und aus diesem ganzen Rap Game sage ich mal, dass ihn am Längsten kenne. Aber wie gesagt, da habe ich gerade mal angefangen mit dem rappen. Da war ja noch nichts, da hab ich erst mal meine ersten Sachen gemacht. Wir haben dann auch mal paar Konzerte zusammengespielt in der Stadt und paar Sachen außerhalb der Umgebung gemacht. Regionale Sachen halt.

 

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Habt ihr noch Kontakt miteinander? Seht ihr euch hin und wieder?

Plusmacher: Ja, er ist ja auch in Berlin und wir sehen uns öfters mal auf Partys oder Konzerten. Jetzt hab ich ihn aber eine Weile nicht gesehen, aber ansonsten läuft man sich ab und an mal über den Weg. Ich freue mich immer ihn zu sehen.

Lustigerweise war ich vor Kurzem auf dem Audio88 & Yassin Konzert und habe mich dort auch mit ihrer Vorgruppe T9 (bestehend aus dem DJ und Produzenten Torky Tork und dem Rapper DoZ9) getroffen und mit ihnen gesprochen. Während des Interviews erzählte ich dann Doz9 irgendwann , dass ich dich endlich interviewen werde und das hat er total abgefeiert. Er meinte, du seist einer seiner besten Freunde, den er quasi fast jeden Tag sieht. Ich soll dir Grüße ausrichten. Wie kam der Kontakt mit ihm zu Stande?

Plusmacher: Doz9 ist wirklich ein langjähriger Freund von mir und sozusagen musikmäßig auch mein Mentor. Er hat damals auch so ein Level gehabt wie Dilemma als ich mit dem rappen anfing.

Bevor du weiter machst, ganz kurz: Wie alt bist du eigentlich?

Plusmacher: Ich bin 26.

Krass.

Plusmacher: Was hast du dir gedacht? (lacht)

Ich dachte so wie ich, um die 29. Aber das macht der Bart. Schau mich an, ich wirke mit meinem Bart wie 45. (Allgemeines Gelächter)

Plusmacher: Bärte halt, ob nun Schnauzer oder Vollbart. Wie auch immer: Doz9 hat damals auch schon Musik gemacht, Weinberg Nord hat er sich damals genannt und hat schon wesentlich krasse Sachen drauf gehabt. Wie kam das zustande, dass wir uns kennenlernten? Also er hat auch in diesem Laden gearbeitet und war dort Filialeiter. Er hat mir auch die Ausbildung damals besorgt und mir bei allen möglichen Sachen geholfen. Er hat mir echt bei sehr viel Sachen geholfen. Wie ich ihn damals kennengelernt habe? Ich bin einfach in den Laden gegangen, weil ich Bock auf rappen hatte und ich hab irgendwo gehört, dass es dort einen Typ gibt, der rappt. Damals war das bei uns so, dass es nicht so eine krasse Szene gab wie in Berlin. Es gab einfach nicht so viele, die wirklich gerappt haben. Wirklich rapmäßig aktive Leute waren bei uns echt rar. Daher war der Klamottenladen zunächst einmal der Anlaufpunkt Nr. 1 für mich, um irgendwie mit Rap in Berührung zu kommen. Ich bin einfach mal in diesen Laden rein und hab Doz9 gesehen. Ich bin gleich auf ihn zu und hab gesagt „Na, ich hab gehört du rappst!“. Irgendwie sowas halt. Du musst dir das Bild vorstellen. Ich war voll der Proll und er der absolute Hip-Hop Boy. Er hat mich erst mal nur so angeschaut und dachte sich wohl „Was will der Typ jetzt von mir?“. Ich hatte da einen Kollegen dabei, einer meiner besten Freunde der Tommy, und wir beide standen da so und er hat uns nur so angekuckt und sich gedacht „Was sind das nur für Typen?“.

(LACHT)

Aber ich war dann hartnäckig und hab mich immer wieder bei ihm gemeldet und irgendwann haben wir dann mal gechillt bei ihm in seiner Wohnung. Er hat direkt über dem Laden gewohnt und danach hab ich gesagt, dass ich meinen ersten Text mal mitbringe. Ich hab dann meinen ersten Text aufgeschrieben, mitgebracht und vorgerappt. Mein Part war damals nichts so krass und wie der von Doz. Doz war ja schon wesentlich weiter als ich. Er hatte ja schon aufgenommen und Alben rausgebracht. Alles selbst gemacht! Jedenfalls hat er so eine Shisha gehabt und die hab ich dann krass mit Zeug vollgestopft und mit ihm auf meinen ersten Part erst mal einen geraucht. (LACHT) Seitdem ist er eigentlich an meiner Seite und hat mir sehr viel geholfen, was das Schreiben anging und wie man das mit den Reimen und Reimstrukturen macht, wo man seine Atempausen legt usw. Das Rappen an sich ist ja nicht so einfach. Die „Rap-Schule hab ich auf jeden Fall von ihm. Ich hab mich natürlich jetzt krass weiterentwickelt in den letzten Jahren und Doz9 ist immer an meiner Seite geblieben und hat mir geholfen, wenn ich mal Fragen hatte.

 

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Das würde man überhaupt nicht denken, wenn man euch beide betrachtet. Ihr seid vom Rapstil her absolut verschieden.

Plusmacher: Nach außen hin wirkt das natürlich nicht so, weil er Rap-technisch einen ganz anderen Film fährt als ich und das ist das Ding. Nach außen hin wirkt das nicht so, weil wir jetzt öffentlich nicht so krass miteinander musizieren, aber intern agieren wir (was Rap angeht) miteinander und tauschen uns regelmäßig aus. Dann zeige ich ihm mal wieder einen coolen Track oder er mir und dann labern wir wieder stundenlang über Musik. Einen Song haben wir ja bereits zusammen auf Bordsteinwirtschafslehre aufgenommen. Der Track hieß Das Böse. Eigentlich ist das Lied das einzige was wir zusammen haben. Früher zur OFDM Zeit haben wir viele Sachen gemacht, aber die findet man heutzutage nicht mehr im Netz. Es sind so alte Sachen. Ansonsten haben wir releasetechnisch nicht so viel gemacht und deswegen denkt man nicht, dass wir groß was miteinander zu tun haben, aber dem ist nicht so. Wir haben uns vorgestern erst noch gesehen und miteinander abgehangen. Wie gesagt, Doz9 ist ein langjähriger Freund und da brauche ich nicht gezwungene Tracks mit ihm machen, um zu zeigen, dass ich mit ihm cool bin.

Ein Wunsch-Feature auf deinem neuen Album „Die Ernte“ wäre definitiv Doz9. Es wäre cool euch beiden nochmal auf einem Track zu erleben, weil ich feier ihn auch sehr ab.

Plusmacher: Doz9 ist wirklich ein geiler Typ. Er schreibt ganz krasse Raps. Wer weiß, was die Zukunft bringt? Wir werden bestimmt irgendwann mal in diesem Leben nochmal auf einem Track zusammenkommen.

Dein Album FSW war für mich persönlich eines der Überraschungsalben des letzten Jahres. Wirklich, es kam total unerwartet. Ich hab ein 16 Bars Musikvideo gesehen, welches noch vor Bockwurst mit Karate Andi erschien. Es handelte sich um …

Plusmacher:…Lassmichmal?

Genau! Ich kannte dich nicht und hab zunächst auch nicht viel erwartet, doch dann fiel mir vor Staunen die Kinnlade runter. Der Track hat genau meinen Nerv, meinen Geschmack getroffen. Krasse oldschool Beats im Eastcoast Stil und eine unterhaltsame Straßenattitüde, die mir total gefiel. Mein erster Gedanke war „Wer ist das?“ und „Wann erscheint sein Album?“. Als FSW erschien war ich total geflasht! Das Album war genau so wie ich es nach „Lassmichmal“ und „Bockwurst“ erhofft habe! Ich kann das Album heute noch durchlaufen lassen ohne einen Track zu skippen und das kommt echt nicht oft vor bei Straßenrap Alben. Das Gesamtpaket hat einfach gestimmt. Hervorzuheben sind auch die Skits wie „Mary und die Nachbarn“! Auch heute muss ich noch herzhaft lachen, wenn ich sie höre. An dieser Stelle: Respekt! Das Album ist nicht nur musikalisch von den Beats und rapmäßig absolut cool gewesen, sondern bot auch einen enormen Unterhaltungswert. Wie hast du die Resonanz des Albums aufgenommen? Es war ja allgemein alles eher recht undergroundig und du hast trotzdem weitergemacht. Auch wenn FSW jetzt kommerziell gesehen nicht so das übererfolgreichste Album war, zählt es für mich persönlich zu meinen Lieblingsalben des vergangenen Jahres.

Plusmacher: Also Straßenchartsmäßig hab ich auf jeden Fall mitgespielt (grisend). Wir waren sogar Top 100, ich glaub sogar kurz 80 in der ersten Woche. Das ging auf jeden Fall klar für meine Verhältnisse. Ich hab alles alleine gemacht. Ich hab mein eigenes Geld genommen und es investiert in die Pressung, Videos und die PR und was man halt noch so alles braucht. Auch das abmischen und Mastern der Tracks. Das hat alles Kohle gekostet und ich hab das alles selbst gemacht. Ich hatte halt diesen Antrieb, weist du was ich meine? Ich hab das alles selber nach vorne getrieben! Und wie ist das entstanden? Ich hab halt Bock drauf gehabt Dicka und ich hab da noch immer Bock drauf! Vor allem nach der ganzen Geschichte, was passiert ist, was ich alles auf mich nahm, um hierhin zu kommen, gehts immer weiter! Ich hab mir das auch so vorgenommen und wenn ich mir Sachen vornehme, dann mach ich sie auch. Ich werde immer weiter machen, das wird nun alles auch viel krasser. Schau mal, jetzt kommt meine neue Platte und danach werd ich endlich zu 100% in der Szene etabliert sein. Das verspreche ich dir.

 

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Xatar, der dich jüngst auf seinem neuen Label KOPFTICKER RECORDS unter Vertrag nahm, meinte in meinem Interview mit ihm, dass er in einem unfassbaren Maße von dir überzeugt sei. Er sei einer, der das Talent bei Menschen erkennt und daher sei er sich sicher, dass du einschlagen wirst wie eine Bombe – genau wie Kalim, der auch ein Newcomer ist und auf deinem Schwester-Label ALLES ODER NIX demnächst auch sein Debütalbum veröffentlichen wird. Ich zähle dich jetzt auch mal als Newcomer, obwohl du ja eigentlich schon zwei Alben [BWL (Bordsteinwirtschaftslehre) & FSW (Freie Schwarzmarktwirtschaft)] veröffentlicht hast. Jedoch handelt es sich bei „Die Ernte“ um dein erstes großes Release.

Plusmacher: Genau, es handelt sich um das erste Album auf einem Plattenlabel. Es ist das erste Release über ein professionelles Label.

Wie fühlt sich das an?

Plusmacher: Ja gut Bruder, auf jeden Fall eine große Entlastung. Ich muss meine Kohle nicht mehr selbst nehmen und in das Album stecken. Ich kann meine Kohle horten, weist was ich meine (LACHT). Ich muss kein Risiko mehr eingehen und es ist so natürlich angenehmer zu arbeiten. Jetzt mit dem AON/Kopfticker Rücken passt auch alles sowohl vom ganzen Auftreten in der Öffentlichkeit angeht als auch das ganze drumherum. Es passt alles und ich hoffe, dass alles seinen Weg geht.

Wie kam der Kontakt mit Xatar zustande? Ich weiß noch, dass letztes Jahr Xatar in einem Interview gefragt wurde, welche Rap-Künstler und Newcomer er gerade feiert und da hat er dich genannt. Ich war total überrascht und erfreut zugleich, weil du zu dem Zeitpunkt noch recht unbekannt warst und eine in der Szene etablierte Größe wie Xatar dich anscheinend hart abfeierte. Da war ein cooler und großzügiger Move von Xatar, der ihn auch noch sympathischer wirken ließ. Also wie kam der Kontakt zustande? Habt ihr erst einmal miteinander eine Zeit lang abgehangen oder ist er gleich zu dir gekommen und wollte dich sofort unter Vertrag nehmen? Wie lief das ab?

Plusmacher: Tja Bruder, wie ist das zustande gekommen ist? Das war auf jeden Fall so: Ssio war auf Tour … die Spritztour (LACHT). In Berlin ist er in Kreuzberg aufgetreten und ich hab da vor ihm als Vorband gespielt. Dort hat dann Ssios Bruder Sohail, der der Label-Manager von Alles oder Nichts und Mitgründer und Manager von Kopfticker Records und nun auch mein Manager ist, mich Live gesehen und er war geflasht von mir. Da saß Xatar noch im Knast und Sohail hat sich dann nach meinem Auftritt meine Nummer besorgt. Irgendwann war das so, dass Xatar durch die Haftlockerung rauskommen konnte und dann hat er mich einfach angerufen und gesagt „Hey ich feier dich und das was du machst! Ich lade dich ein nach Köln, buche dir einen Flug. Komm vorbei, wir müssen reden! Ich hab ein neues Projekt: wir gründen ein neues Label und wollen dich als Künstler signen!“.

Noch bevor er dich gesehen oder kennengelernt hat, hat er dich gleich eingeladen und gemeint er will was mit dir machen?

Plusmacher: Ja, das war das erste Mal, dass ich mit ihm sprach. Es war der erste Anruf, bei dem er gesagt hat, dass er Bock hat, mit mir zu arbeiten.

Also kein großes Rumgelaber wie bei vielen in der Musikbranche. Er ist gleich zur Sache gekommen und hat gesagt was ansteht.

Plusmacher: Ja ich weiß noch genau, wie das ablief. Ich war beim Sport und hab den Anruf erst einmal verpasst. Das war dann eine Nummer, die ich nicht kannte und hab zurückgerufen. Dann hab ich auf einmal direkt Xatar am Hörer, der dann gleich sagte „Yeah Bruder, lass was starten!“

 

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Und dann bist du hin.

Plusmacher: Ja klar! Es wurden die Tickets gebucht und ich bin dann nach Köln geflogen. Dann sind wir erst einmal was essen gegangen und haben darüber geredet, wie unsere Vorstellung so sind. Später wurde das alles natürlich intensiver. Zunächst haben wir uns erst mal kennengelernt. Klar war aber schon von Anfang an, dass die Jungs mich signen wollen. Dann sind paar Monate vergangen, paar Sachen wurden geregelt und alles wurde dann unterschrieben.

Das Schöne an der Sache ist ja euch zusammen zu sehen! Wenn man euch beiden untereinander sieht, erkennt man, dass ihr miteinander persönlich sehr gut harmoniert. Das ist jetzt nicht so, dass er der Label-Boss ist und du einfach nur ein Künstler, der für ihn arbeitet. Man merkt ihm an, dass er dich feiert und das was du tust cool findet.

Plusmacher: Na klar man, der Baba halt! (LACHT)

Erzähl mal, warst du in der Zeit schon dabei dein neues Album aufzunehmen oder begann das erst, nachdem der Deal zustande kam?

Plusmacher: Ne Bruder, ich war aktiv.

Also hattest du da schon Material.

Plusmacher: Ja, ich hatte schon sehr viel Material. Ich hab sehr viel geschrieben und ich war schon ready ins Studio zu gehen, um die 18-20 Songs aufzunehmen. Kurz davor kam halt dann der Anruf vom Baba. Ich fand das krass und das war gleich mal eine ganz andere Ausgangssituation für mich. Dann habe ich die 20 Songs noch mal verbessert und überarbeitet

20 Songs?

Plusmacher: Ja man, ich war schon sehr aktiv. Direkt nach Release von FSW war ich schon wieder am Schreiben. Ich hab mich nicht auf die faule Haut gelegt. Ich war die ganze Zeit aktiv.

Das hat man ja auch mitbekommen. Dein Album war schon lange draußen und du hast dennoch einige Videos rausgehauen. Ich würd lügen, wenn ich sage, dass ich das nicht gefeiert hätte.

Plusmacher: Ich musste ja auf mich aufmerksam machen. Heutzutage ist es eh krass: Wenn du noch kein Label am Start hast und in einem Teich voller Künstler bist und auf dich und deine Musik aufmerksam machen magst, dann musst du einen Weg finden dies zu bewerkstelligen. Die einen machen Video-Blogs auf Youtube. Ich wollte aber mit meiner Musik glänzen und hab Musikvideos gedreht um die Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen.

 

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Wer hat dein Album produziert? Kannst du Produzenten nennen?

Plusmacher: Das aktuelle Album FSW oder das kommende Die Ernte?

Sowohl als auch. Die Beats auf FSW waren ja schon sehr geil und abwechslungsreich.

Plusmacher: Naja ich kann noch nicht so viel verraten Bruder, aber es sind viele gleiche Produzenten dabei. Sie werden auf jeden Fall alles auf der Platte abrunden. Jetzt sag jetzt mal etwas, damit eins klar ist: Natürlich ist nach oben immer noch Luft, aber „Die Ernte“ ist auf jeden Fall jetzt schon ein richtig krasses Album! Ein richtiges, geiles Studioalbum. Ok, das waren die Platten vorher auch schon, aber schau mal, da bin ich ins Studio gegangen und hab so 17, 18 Songs aufgenommen, von denen ich beispielsweise 16 oder so auf die Platte gepackt habe. Diesmal hab ich knapp 35 Songs gemacht … ein bisschen mehr sogar … und hab jetzt so 18 oder 20 Tracks, die auf die Platte kommen. Ich habs dieses mal total übertrieben mit der Arbeit. Noch nie habe ich so lange intensiv und motiviert an einem Album gearbeitet. Ich hab Tracks umgeschrieben, noch mal Beats gewechselt, geremixt, neue Hooks gemacht, die Hooks nochmal umgeschrieben usw. Ich hatte einfach Bock die Möglichkeit, die sich mir durch Kopfticker offenbarte, zu nutzen und ein rundum geiles Album aufzunehmen. Für dieses Projekt habe ich zumindest das Beste rausgeholt. Darauf kann ich aufbauen für meine kommenden Projekte.

Also wirst du auch vom Stil her in die gleiche Richtung gehen und keine Experimente machen?

Plusmacher: Nein, definitiv nicht. Ich werde jetzt nichts ausprobieren, um „cooler“ oder „hipper“ rüberzukommen. Drauf geschissen, ganz ehrlich. Ich verbiege mich nicht und mach den Sound, den ich persönlich feier. Nein Bruder, es wird keine Experimente geben. Die Ernte wird auf jeden Fall so sein, wie man Plusmacher kennt: in die Fresse Straßenrap direkt in die Schnauze, sodass die Nase platzt (LACHT). Natürlich alles mit dem bekannten Humor und der Attitüde, die ich auch schon bisher gefahren hab. Alles natürlich in der Kombination mit den beliebten Plusmacher Beats – aber alles natürlich noch mal ein Level krasser.

Kannst du schon Features nennen?

Plusmacher: Abgesehen vom bisher bekannten Xatar Feature auf dem Track Arrestlokal, wofür bereits ein Musikvideo erschienen ist, kann ich dir leider noch nicht sagen Bruder. Ich kann ich dir leider noch keine Features verraten.

Also kannst du auch nicht sagen ob weitere AON-Künstler drauf sind.

Plusmacher: Wer weiß das schon (LACHT).

Wie schaut’s jetzt arbeitsmäßig bei dir aus? Du meintest ja, dass du mit den Arbeiten an „Die Ernte“ fertig bist. Arbeitest du schon an neuem Material oder was geht jetzt so bei dir ab?

Plusmacher: Also ich war gerade mit Xatar auf der Baba aller Babas Tour. Er hat mich mitgenommen und ich bin als Vorband aufgetreten. So wie es gerade ausschaut läufts darauf hinaus, dass wir im Dezember direkt noch mal in Studio fahren, aber so richtig krass in der Schreibphase bin ich grad nicht. Das, was einem zwischendurch mal so einfällt, kann man schon mal ins Handy schreiben, aber bei mir ist das so phasenweise. Ich arbeite dann so 4, 5 Monate am Stück und schreibe nur. Dann wird das Material aufgenommen und abgemischt. Dann fang ich an Videos zu drehen, dann geht’s auf Tour. In dem Rhythmus arbeite ich. Nun war ich grad mit Xatar auf Tour, dreh nebenbei meine Videos und jetzt fangen bald die neuen Interviews zu meiner Promophase an. So schaut’s gerade bei mir aus.

 

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Was dich auf FSW ausgemacht hat, war das Gesamtpaket: Musikalisch traf es meinen Geschmack aber auch die Attitüde, die du vertrittst, und dein Erscheinungsbild waren sowohl glaubhaft als auch unterhaltsam. Du bist authentisch und man nimmt es dir ab, was du sagst. Gleichzeitig legst aber auch noch einen bemerkenswerten und eigenen Humor an den Tag. Anders als viele andere Straßenrapper nimmst du dich nicht all zu ernst und kannst mit einem Schmunzeln über das ganze Straßending rappen. Xatar meinte selbst, dass viele Gangster-Rapper fake sind und nach außen hin eine Rolle spielen müssen, um glaubwürdig rüber zu kommen. Dabei verkörpern sie dann einen eindimensionalen Stereotypen, denn sie spielen halt einfach eine Rolle. Leute, die das wirklich repräsentieren, was sie sind, sind vielschichtiger. So kann ein authentischer Straßenrapper auch lustig und humorvoll sein, da er nichts durch künstliche härte kaschieren muss. Das ist meiner Meinung nach bei dir der Fall. Es macht Spaß dir zuzuhören.

Plusmacher: Dankeschön, das ist auch das, was ich rüberbringen möchte. Ich mach das alles mit einem zwinkernden Auge, weil’s ja auch gute Unterhaltung sein soll. Ich will nicht, dass alles nur so hart und krass und scheiße ist, wie bei vielen anderen Künstlern. Klar, es ist alles Straße und alles real, was ich erzähle, aber wenn es dennoch in einer gewissen Art und Weise lustig und humorvoll rüber kommt, dann hab ich alles richtig gemacht.

Definitiv. Den Plusmacher Entertainer erlebt man auch auf deinen Skits. Das habe ich vorhin bereits schon gesagt: Auf FSW waren deine komödiantischen Skits einfach kleine Höhepunkte zwischen den Tracks. Sei es „Mary und meine Nachbarn“, oder „Ach, Brudi“. Ich kann ja heute noch nicht aufhören zu lachen. Wer hat das gemacht?

Plusmacher: Sonne Ra hat das gemacht, ich enttarne ihn jetzt, Sonne Ra war das! (LACHTIch weis nicht ob er im Booklet oder in den Credits mit drinsteht, aber Sonne Ra ist es auf jeden Fall. Super Typ!

Wird’s sowas wiedergeben?

Plusmacher: Das kann ich nicht garantieren. Die Zeit hat sich auch geändert, und wenn du dir die Alben heute anschaust, dann ist das nicht mehr so viel mit Skits. Die Künstler ziehen alle ihre Songs durch und daran hab ich mich teilweise auch orientiert, aber nicht komplett. Es wird schöne und lustige Details innerhalb der Lieder geben, aber so extreme Skits wie auf FSW habe ich nicht auf der Platte. Ich hab so viele Songs aufgenommen und wenn da jetzt noch Skits dazwischen vorkommen, dann ist es einfach zu viel und zu lang. Heutzutage ist alles mittlerweile viel kurzlebiger. Wir leben in einer Zeit, da streamen die Kids ihre Lieder. Sie laden sich deine Platte bei iTunes mit 1000 andern Alben nebenbei runter und wenn dein Album seine Längen hat und nicht einen durchgehenden Spannungsbogen bietet, dann ist es scheiße, weil es die Leute dann langweilt. Ich denke mal, dass ich die goldene Mitte getroffen habe von der Spielzeit. Daher sind auch keine klassischen Skits dabei, denn sonst wäre „Die Ernte“ zu lang geworden. Freut euch stattdessen auf ein Album, das von vorne bis hinten geile Beats und dope Rhymes bietet! (LACHT)

Sind die bisherigen Skits aus deiner Feder entsprungen? So wie ich dich kenne, wird sicherlich kein Produzent gekommen sein und dir gesagt haben, dass ihr einen Skit machen solltet mit diesem oder jenem Inhalt.

Plusmacher: Absolut. Das kam auch wirklich alles aus meinem kranken Hirn. (LACHT)

Wäre das für dich vielleicht eine Option? Xatar hat ein Buch rausgebracht, du bringst ein Hörspiel raus?

Plusmacher: Das wäre sicherlich eine Marktlücke. Bis jetzt hat kein Rapper ein Hörbuch rausgebracht.

Kein Hörbuch, sondern ein Hörspiel. Wie ein Film ohne Bild.

Plusmacher: Dicka, jetzt hast du mich natürlich auf eine Idee gebracht. (SCHMUNZELT)

 

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Das war halt wirklich das Erste woran ich gedacht hab.

Plusmacher: Ich würd jetzt keine übertrieben langen Dinger machen, aber so 6,7 oder 8 Minuten Sketches, die dann irgendwie eine Trilogie ergeben (lacht). Irgendwann kann man das alles zusammenpacken und dann hat man ne übertrieben geile Geschichte für einen miesen Film Alter zu dem dann die Bildmaterialien gedreht werden.

Think Big! Du siehst ja in unserer heutigen Generation, dass Retro-Sachen total am Start sind. Ob nun Pixelspiele oder auch Hörspiele. Dadurch, dass die jetzige heranwachsende Generation mit den ganzen visuellen Overkill aufgewachsen ist, wodurch krasse Action oder Grafik was ganz Normales sind (anders als früher), werden sich viele wieder auf ihre Fantasie zurückbesinnen. Das erkennst du auch am immensen Erfolg der Indie-Games. Wenn das Gameplay oder die Geschichte gut ist, braucht man das ganze drum herum nicht mehr. Genau wie bei deinen Skits. Da liefen Filmszenen in meinem Kopf ab und ich dachte „Wow, cooler und lustiger Scheiß!“

Plusmacher (grinsend): Da hast du Filme im Kopf gehabt bei meinen Skits? Geil Bruder, dankeschön.

Bitte.

Plusmacher: Mal kucken, was da jetzt alles noch passiert. Mal kucken, wie die Platte im Januar abgeht nach dem Release. Mal kucken, was das Label sagt, aber es ist wirklich keine schlechte Idee. Es liegt letztendlich auch an mir, weil das eine sehr kreative und langwierige Arbeit ist, aber mal kucken … vielleicht setze ich mich dann mal mit meinen Jungs zusammen, brainstormen ein bisschen und schauen dann, was für kreatives Zeug dabei rauskommt. Und wer weiß schon, was passiert. (lacht)

Genau, wer weis was passiert. Was ich auch sehr bemerkenswert an deinem Album FSW fand, war das Outro. Da läuft ein geiler Beat im Hintergrund und was du da erzählst ist sowohl ehrlich, lustig als auch gesellschaftskritisch. Aber die Kritik drückst du nicht auf eine plumpe Art und Weise aus, sondern machst dies auch auf die plusmacherische Art mit einem lustigen Augenzwinkern.

Plusmacher: Es ist mittlerweile so: man muss es halt hinnehmen, wie das System abläuft und dann darf man auch nicht bekifft zu Hause hocken und rumheulen. Ok, bekifft kannst du sein (allgemeines Gelächter) Ja man, sei bekifft, wenn du magst, aber hock nicht zu Hause rum und heul rum, weil alles Scheiße ist und am nächsten Morgen stehst du auf, gehst zur Arbeit und frisst die Scheiße, die du die letzten 20 Jahre gefressen hast und auch die nächsten 20 tun wirst. Das ist nicht der Weg! Du musst einfach erkennen, was das Beste für dich in diesem Leben ist, was dich glücklich macht. So abgedroschen es sich auch anhört: Wenn du weißt, was dich erfüllt, dann tu es! Du musst entscheiden, ob du dich auffressen lässt von diesem ganzen Scheiß da draußen oder ob einen Plan davon hast, in welche Richtung sich dein Leben entwickeln soll. Es ist dein Leben, lass dich nicht fremdlenken! Nimm die Zügel in die Hand und werde glücklich! Vertrete deine Ansichten, die du hast, die für dich gut sind und mach irgendwie, irgendwo dein Ding. Entweder lässt du dich blenden von all dem Scheiß, der da draußen passiert, oder du erlebst das am Rande mit und bleibst auf deine Ziele fokussiert. Schau mal, vor zehn Jahren hätten sie mich ausgelacht, wenn ich gesagt hätte, dass ich dem Hamsterrad des Alltags entfliehen und Rapper, nein, Künstler werden will. Heute bin ich bei einem der erfolgreichsten und beliebtesten Rapper des Landes gesignt. Scheiß drauf was dir die Leute erzählen. Geh deinen verfickten Weg. Und vor allem: hör auf rumzujammern! Wenn ich mir manche Leute ankucke … Bruder, wie die sich beschweren und rumjammern und klagen! Da denke ich mir nur „Alter uns geht’s doch super hier!“. Das Leben kann so schön sein, wenn wir es zulassen. Na klar kann ich auch abkotzen, wenn ich mir beispielsweise unsere Justiz ankucke, weil einer 4,5 Jahre wegen ein bisschen Ott absitzen muss und irgendein Kinderficker kriegt Bewährung und kommt dann wieder raus und macht dann weiter. Das Negative ist vorhanden, keine Frage. Zur Genüge sogar. Aber gerade da muss man sich auf das schöne und gute konzentrieren, denn sonst zieht dich der Scheiß runter.

Du kannst dich mit deinem Gesellschaftssystem nicht anfreunden?

Plusmacher: Nein man, das geht gar nicht. Ich bin total dagegen, wie alles abläuft. Ich kann unsere Regeln und Gesetze nicht nachvollziehen und kann es nicht verstehen, wie man danach leben und sagen kann „Ja das ist ok und richtig, weil es uns immer von oben gesagt wurde, dass alles ok und richtig ist und wir müssen das alle so machen!“. Die meisten machen sich ja alle selber krank damit. Die Menschen werden krank und warum werden sie krank? Weil sie sich blenden lassen! Da könnte ich stundenlang darüber philosophieren.

 

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Da sind wir Medien ja auch zu einem großen Teil daran Schuld.

Plusmacher: Von den Medien, der Lebensmittelindustrie bis hin zum System, in dem jeder arbeitet und morgens aufsteht und abends schlafen geht: Von allen wirst du geblendet! Angefangen mit unserem Zeitgefühl: Man hat Geburtstag, man wird jedes Jahr älter. Aber wenn keiner dir gesagt hätte, dass es das gibt, wenn du nicht wüsstest, wann du geboren wurdest, wie würdest du dich fühlen? Du würdest dich gut fühlen? Warum? Ganz einfach: Wenn ich dich frage, wie alt du bist und du sagst mir du seist 33 Jahre alt, dann fühlst du dich nicht glücklich damit. Viele haben dann im Hinterkopf „Oh fuck, ich bin jetzt 33. Ich hab noch kein Haus gebaut, Kinder gezeugt und die krasseste Karriere.“ Und schon ist man schlecht gelaunt, weil man sich alt fühlt aber das ist ja dumm! Wieso sollte man sich alt und schlecht fühlen? Nur weil dir die Gesellschaft vorgibt, dass du bis zu einem bestimmten Alter dieses oder jenes erreicht haben solltest? Drauf geschissen alter, zehnfach.

Aber das liegt daran, dass wir uns in einer Leistungsgesellschaft befinden.

Plusmacher: Genau da liegt doch das Problem! Du hast doch noch kein Kind, du hast doch noch kein Haus und irgendjemand versucht dir einzureden, dass das schlecht sei? Dann schau dir doch einmal irgendeinen Lutscher an mit 33, der sich Geld von der Bank leiht und sich ein Haus und ein Auto finanziert und sich dann damit den Rest seines Lebens abknechtet. Dicka, lieber kauf ich mir das alles mit 36 oder 46 in bar und hab mein Leben gelebt, anstatt mich dafür über Jahre knechten zu lassen. Der Typ mit 33, der sich das alles finanziert, der hat ja vorher auch schon nicht gelebt und war in seinem Hamsterrad gefangen. Er hat vorher immer schön das gemacht, was ihm gesagt wurde, weil er auch einen Abschluss machen wollte und so weiter. Das ist ja auch von mir aus gut für ihn, jeder soll das machen was er möchte und was er für richtig hält, aber mein Film ist das überhaupt nicht.

Das hat Xatar in meinem Interview mit ihm auch gesagt: Es geht im Leben darum sich selbst zu verwirklichen, selbst wenn’s dann 40 Jahre dauert, selbst wenn du erst mit 50 dort angekommen bist wo du willst. Der Weg ist ja auch schon das Ziel. Die Phase der Selbstverwirklichung.

Plusmacher: Genau und das mache ich, hab ich immer gemacht. Ich lebe nach dieser Einstellung und früher haben mich die Leute deswegen ausgelacht. Ex-Freundinnen oder alte Kumpels, die es einfach nicht verstanden waren und schlicht und ergreifend so geblendet waren, dass sie nicht über ihren Tellerrand hinausschauen konnten. Ich bin ja nicht dumm, ich hab meine Ausbildung super abgeschlossen, aber ich hab keinen Bock auf den Beruf gehabt. Ich hab das gemacht, weil ich mit der Ausbildung zumindest eine kleine Sicherheit in der Tasche hatte, aber seitdem ich rappe Bruder hab ich nie wieder einen normalen Job gemacht und das würde ich auch nicht machen.

Während des Hörens von FSW habe ich mich teilweise gefragt, was du musikalisch persönlich feierst. Was hat dich geprägt? Was hörst du privat?

Plusmacher: Da gibt’s so viel … von Joey Badass bis Jamal … überwiegend viele alte Sachen. Was die neuen Sachen angehen bin ich z.B. auch auf dem französischen Film. Kaaris ist krass. Aber ich liebe die frühen Sachen aus den 90ern, die ich mir mit Doz9 anhöre. J-Dilla und so Zeugs. Im grunde gut produzierte Musik, gut produzierter Rap, kein Müll. Ob nun Mobb Deep oder die alten Westcoast Sachen: ich höre mir gerne die alten Sachen an. .

Jetzt wo du die Westcoast erwähnst: hast du Straight Outta Compton gesehen und wie fandest du ihn?

Plusmacher: Ja hab ich gesehen Bruder, hab ihn mit meiner Freundin angekuckt, war ein geiler Film alter. Er war gut und hat mich nicht enttäuscht. Ein cooler Film auf jeden Fall, cool was die da umgesetzt haben und und wie sie das alles inszeniert haben.

Aber du du bist jetzt nicht so der Kino oder Filmtyp?

Plusmacher: Ne nicht so wirklich, ab und zu geh ich mal ins Kino, aber ich bin auch ganz schlecht im Namen merken. Wenn ich einen Film angeschaut hab, der mir gefallen hat, dann verpeil den Namen. (lacht laut). Kein Witz auch wenn der Film Bombe war verpeil ich den Namen. Ich kucke mal gerne einen Film wenn’s ein cooler Film ist, aber ich bin dann doch eher der Musik Typ

 

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Ein richtiger Musikliebhaber also mit tausenden von Platten zu Hause?

Plusmacher: Ich liebe Musik, Musik ist mein Leben. Ich bin Künstler innerhalb der Musik, aber ich würde mich jetzt nicht als den krassen Musiknerd bezeichnen, der jede Platte der letzten 30 Jahre kennt. Es gibt da andere Leute wie Doz9, der übermäßig viele Vinyls zu Hause hat. Ich hab nicht mal einen Plattenspieler (lacht). Dafür hab ein ein gutes Musikverständnis. Ich hab einen Plan davon und ich weiß auch was sich gut anhört und wie sich ein guter Track anzuhören hat. Wenn ich etwas anfasse und wenn ich etwas mache und wenn ich etwas höre dann kann ich sagen das ist Scheiße, das ist Mülloderdas ist krass ausproduziert. Das kann ich, aber ich bin jetzt nicht der Nerd der alles kennt und weiß und up to date ist. Dafür habe ich meine Jungs, die die beste Musik bereits für mich rausfiltern.

Danke für das Interview! Ich bin sehr gespannt auf dein neues Album „Die Ernte“.

Plusmacher: Ja man, am 15. Januar erscheint das Album. Die Promophase ist am Start. Kauft das Album und pumpt die Ernte.

Ich wünsch dir auch von ganzem Herzen viel Erfolg!

Plusmacher: Danke Bruder!

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About the Author

Wer ist nur dieser Toni und was macht er eigentlich hier? Das haben sich mittlerweile bestimmt einige Lehrer, Professoren, Freunde und Kollegen im Laufe der Zeit das eine oder andere Mal gefragt. Ich bin ein leidenschaftlicher Schreiber, Blogger und Podcaster. Ein begeisterter Journalist, Filmkritiker, Poetry-Slammer und der kreative Kopf hinter 30Frames.de , fett oder?



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