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Published on Juni 30th, 2015 | by Toni Forsati

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Battlefield: Hardline – Test

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Battlefield: Hardline

Entwickler: Visceral / DICE

Publisher: EA

Plattform: PC, XBOX One, PS4, XBOX 360, PS3

FSK: 18

Lange haben wir auf den „neuen“ Teil der Battlefield-Reihe gewartet und auch die Entwickler haben sich mehr Zeit gelassen. Der eigentliche Release ist zugunsten einer offenen Beta-Testphase verschoben worden. Prinzipiell eine sehr gute Idee, die offene Beta-Version war für alle Interessierten zugänglich und im Vergleich zur geschlossenen Beta einige Monate zuvor vom Entwicklungsstand her sehr ausgereift.

Seit dem 19. März können wir Battlefied: Hardline nun auf dem PC und den gängigen (Next-Gen)-Konsolen spielen.

Wir teilen diesen Bericht in zwei Segmente:

1. Die Kampagne

2. Der Multiplayer-Modus.

 

Die Kampagne

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Battlefield war bisher immer so ausgelegt, dass man eher ein Multiplayer-Spiel gekauft hat, zu dem es eine Singleplayer-Kampagne oben drauf gab. In der Regel läuft das ja eigentlich anders herum.

Die Kampagne spielt sich wie ein Cop-Thriller aus dem Fernsehen. Man selbst spielt einen männlichen Polizisten, der in einer 11-Missionen umfassenden Kampagne auf Verbrecherjagd geht – auch in den eigenen Reihen.

In Hardline ist die Kampagne sehr an eine „Schleich dich heran, nimm die bösen Buben fest“ Taktik angelehnt und nicht, wie in den Vorgängern, mit formschönen Explosionen und Feuergefechten wie in Filmen a la Black Hawk Down geschmückt.

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Aber das braucht das Cop-/Gangster-Setting überhaupt nicht. Wir können uns an Gegner heranschleichen, diese überwältigen und in Handschellen legen. Wenn es uns nicht passt, in welche Richtung sie gucken – was man an einem Sichtfeld auf einer Minikarte auf dem Bildschirm sieht – lenken wir sie kurzerhand ab, in dem wir eine Patronenhülse werfen, auf die die Gangster reagieren.

Eine schöne Idee ist die Aufmachung wie in einer fortlaufenden TV-Serie. Setzt man in der Kampagne da an, wo man aufgehört hat, gibt es einen „Was bisher geschah“-Rückblick. Hört man zwischendurch mit der Kampagne auf, gibt es einen „Als nächstes in Battlefield: Hardline“-Ausblick.

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Wirklich tiefgründig ist die Kampagne nicht, weder von der Story, noch von den Charakteren, aber das ist auch nicht nötig und in 11 Missionen auch eher nicht zu schaffen. Was viel wichtiger ist: die Hardline-Kampagne bringt, natürlich auch bedingt durch ein Szenario, das keine militärische Krisensituation umreißt, viel frischer und in vielen Teilen auch besser rüber als das, was bisher für Solospieler spielbar war.

Kein absolutes Meisterwerk, aber trotzdem ganz gut gemacht!

 

Der Multiplayer

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Das Herzstück eines jeden Battlefield-Teils. Vom Multiplayer lebt das Spiel. Wer sich – egal welchen Teil – Battlefield nur wegen der Kampagne kauft, dem sei gesagt: es lohnt sich nicht! Lieber das Geld dann sparen.

Wer sich in stunden, tage, wochen, monate, ja sogar jahrelange Multiplayergefechte stürzen möchte, ist da natürlich genau richtig aufgehoben. Ich als Tester beider Beta-Versionen habe mich riesig auf den Release der fertigen Version gefreut. Nach ein paar Spielstunden dann das erste Fazit: Hmmmmmm… was soll ich vom Multiplayer halten?

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Es entsteht ein kleiner Zwiespalt. Spielmodi wie Hotwire, in dem man Autos klauen und solange wie möglich darin rumfahren muss, um sowohl Geld als auch Punkte zu sammeln oder auch Überfall und Blood Money in denen es darum geht, Geld zu stehlen bzw. dieses wieder zurück zu holen, bringen auf jeden Fall frischen Wind in die Multiplayer-Welt und machen richtig Spaß! Vor allem, wenn man sich über ein Voice-Tool mit Mitspielern unterhält und im Team agiert.

Allerdings macht der Multiplayer nicht alles richtig. Das Waffenbalancing ist noch zu unausgewogen. Es gibt bestimmte Waffen, die einfach (noch) zu stark sind und das auf gefühlt jede Entfernung.

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Teilweise wird von Spielern das sogenannte „Camping“, also das Warten an immer der ein und der selben Stelle, übertrieben ausgenutzt. So kommt nur schwer Dynamik zustande. Ist aber erst mal Dynamik da, dann können auch die Camper nicht mehr viel ausrichten und sind gezwungen, sich zu bewegen.

Das Prinzip ist auch relativ simpel: Sammel Punkte, um digitales In-Game-Geld zu bekommen, mit dem man sich Waffen, Ausrüstungsgegenstände und Zubehör für Fahr- bzw. Luftfahrzeuge kaufen kann und um im Rang aufzusteigen. Zusätzlich bekommt man sowas auch über sogenannte Battlepacks, die man sich in regelmäßigen Abständen automatisch verdient oder auch für digitales In-Game-Geld zu haben sind.

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Das wohl bisher größte Problem ist der sogenannte „Netcode“. Dieser sorgt dafür, dass die Informationen zwischen den Spielern und dem Server, auf dem man spielt, ausgetauscht werden. Und der läuft leider noch sehr asynchron. Klar, jeder kann nicht die gleichschnelle Verbindung zum Server haben, aber der Netcode sorgt unter anderem dafür, dass es annähernd so ist. Aber hier gibt es immer noch Probleme, die Battlefield typisch sind. Sei es, dass man selbst noch umfällt, obwohl man den Gegner schon dazu gebracht hat, weil er im selben Moment oder eine Millisekunde später geschossen hat oder dass man selbst schon sieht, hinter einer Wand zu sein, aber trotzdem noch getroffen wird von einem Gegner.

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Leider gab es bzw. gibt es auch anscheinend noch diverse Grafikprobleme, die nach kurzer Spieldauer einen Direct-X Fehler auftreten lassen und das Spiel damit zum Absturz bringen. Woran das genau liegt weiß bisher keiner.

Einige Spieler haben keine Probleme, andere haben sich geholfen, in dem sie eine frühere Treiberversion ihrer Grafikkarte installiert haben, als die aktuellste, die es im Moment gibt.

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Was ein sehr großer Vorteil in Battlefield ist: Die Entwickler hören auf das, was aus der Spieler-Community kommt! Werden Probleme festgestellt und gemeldet, kann man davon ausgehen, dass diese auch im Laufe der kommenden Updates behoben, zumindest aber verbessert werden! Und das ist ein Punkt, der wirklich positiv hervorzuheben ist!

Auch für Hardline werden noch viele Patches kommen, denn so ein dynamisches Spiel ist nie zu 100% richtig fertig. Es gibt immer irgendetwas, das verbessert werden kann. Das war in den vorherigen Battlefield-Teilen schon so und wird sich hier nicht ändern. Ein zusätzliches Tool, das es bisher auch schon immer gab, ist die Möglichkeit, sich einen Premium-Account für den Multiplayer zu kaufen.

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Dieser kostet einmalig – zum aktuellen Zeitpunkt – rund 50 € und beinhaltet für Hardline alle kommenden Multiplayer-Add-Ons, die künftig geplant sind. Derzeit sind es 4 garantiert. Zu diesen Add-Ons bekommt man dann auch zwei Wochen Vorabzugriff, bevor sie offiziell erscheinen. Zudem bedeutet es, wenn man Premium-User ist, dass man beim Serverbeitritt automatisch nach vorne geschoben wird und einen Vortritt vor Nicht-Premium-Usern bekommt. Ist man kein Premium-User und will die Add-Ons trotzdem spielen, muss man dieses einzeln kaufen.

Ob sich Premium für einen selbst lohnt oder nicht, muss jeder selbst entscheiden.

 

 Fazit

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Alles in allem ist Battlefield: Hardline ein gelungenes und wie ich finde passendes Spin-Off zur traditionellen Battlefield-Reihe, das durchaus gelungen ist! Zwar braucht es noch einige Updates und die werden kommen, aber das ist in den meisten Multiplayer-Spielen so.

Eines sei noch zum Thema Langzeitmotivation gesagt: Battlefield war schon immer dafür bekannt, dass es eine sehr lange Motivation garantiert und das ist im neuesten Teil nicht anders!


About the Author

Wer ist nur dieser Toni und was macht er eigentlich hier? Das haben sich mittlerweile bestimmt einige Lehrer, Professoren, Freunde und Kollegen im Laufe der Zeit das eine oder andere Mal gefragt. Ich bin ein leidenschaftlicher Schreiber, Blogger und Podcaster. Ein begeisterter Journalist, Filmkritiker, Poetry-Slammer und der kreative Kopf hinter 30Frames.de , fett oder?



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